Freitag, 29. Juni 2012

Sonntag


Denen ich 
in die Augen
schaue.

Denen ich 
das Wort 
schulde.

die sich wenden
und vor mir
flüchten.

Die sich zu mir 
kehren, als
fragten sie mich.

Die Fremden.
Die Nahen.
Die Tiere.

aus Marburger Psalter
von Wolfgang Dietrich





Dienstag, 26. Juni 2012

Die alte Dame Frau Lindenbaum

Wenn ich auf Einkaufstour fahre, parke ich mein Auto immer in der Nähe einer  grossen, alten Linde.

Die Linde und ich kennen uns seit Urzeiten.

Habe ich Zeit und Musse begrüssen wir uns  freundlich, wie alte Bekannte es so tun.
 "Froh einander zu sehen und jedesmal denkend: " Ist  Diesmal das Letztemal?"

Heute, Freitag, ist der Himmel grau, silbrig grau, es bläst ein Sturm und ein nasser Wind fegt durch die Gassen!
Ich parkiere mein Auto und schaue zur alten Linde.

Diese, aber, schwelgt im Glück trotz  und Kühle und Wind.
 Sie rauscht wie eine Schwangere.  Wirft sich von rechts nach links. Mit ihren langen, fast den Boden berührenden Aesten, erinnert mich die Linde, an Königin Viktoria, im Ballkleid, aus dem 18.Jhdt.

Ich bleibe stehen und stelle meine Einkaufstasche auf den Boden,
schaue der alten, fröhlichen  Dame zu und rieche ihr teures Parfum, dass sie grosszügig in die Landschaft versprüht.

"Mensch, Frau Linde,  hast dich schick gemacht, trotz Wind und Sturm?"
Wollte ich wissen.

Da, braust sie mir, mit ihren langen Aesten ins Gesicht:

" Heute ist der Tag, den der Herr gemacht!
Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen!
Knips dir ein paar Blüten von meinem Kleid!"

Und schwupps, braust ihr Kleid auf die andere Seite.
Es gelang mir gerade noch, mich an ihrem Rocksaum festzuhalten, von wo ich eine Handvoll Lindenblüten knipste.
Schschsch...schschsch... Frau Linde schaukelte weiter ihr Brockatkleid hin und her.

Ich fuhr nach Hause, mit einer Handvoll Lindenblüten.
Die Lindenblüten habe ich in Form von Sirup konserviert, damit ich mich noch lange, lange, an Madame Pompadur, Linde Tilia, neben meinem Einkaufsladen, erinnere.


Freitag, 22. Juni 2012

Sonntag

Die drei Musketiere
und ich wünschen Euch ein mega starkes
Wochenende!

Montag, 18. Juni 2012

Oma was sollen wir spielen 2

Schnipp Schnapp

Vielleicht wollt ihr mal Schnipp Schnapp spielen mit den kleinen Feriengästen.
Dazu braucht es einfach ein Stück viereckiges Papier und Farbstifte.



Man legt die Daumen  und die Zeigefinger in die `Zucker und Salz` Papiertüte ( So haben wir früher dieser Papierform gesagt), klappt das Spiel zusammen und wieder auseinander und dann fragt man: " Welche Zahl wünschest Du?
Zählt dann die gewünschte Zahl ab, während dessen man jedesmal, das Schnipp Schnapp auf und zu klappt und bei der gewünschten Zahl stoppt.
Dann fragt man weiter: " Welche Farbe möchtest Du?"
Gewünschte Farbe aufdecken und schauen was darunter gezeichnet ist und dann sagt man, z. B: Du bist ein Goldstück, ein alter Schuh, ein Traktor usw.

Viel Spaaass!

Freitag, 15. Juni 2012

Sonntag

video


Allen, allen einen frohen Sonntag. mit viel,viel Sonnenschein.

Dienstag, 12. Juni 2012

Oma was sollen wir spielen 1


Da, hab ich ja wieder einmal einen Cup geschlagen!
Der Nachmittag ging vorbei- im hui!

Ich erinnere mich, an unsere freien Nachmittage - nie war es uns da langweilig!

Keine Schule - da wussten wir wohl, was zu tun - Spielen draussen-  Die ganze Nachbarschaft  traf sich und wir kämpften und zählten , hüpften und kletterten bis es Abend wurde.

Für meine Spielvorschläge braucht`s kein Spielzeugladen-, Strom oder Sitzkissen....

Nur Stöcke aus dem Wald, ein alter Besenstiel, und ein Hanfseil. Damit war der Nachmittag `geritzt`.

Und soll ich euch was erraten?
Die Kinder fanden meine Spielideen einfach Klasse.
Da sagte doch einer : " Oma, kommst nächste Woche wieder mit dem Seil vorbei?"


Topfschlagen
Man nimmt einen Topf stellt ihn in einer begrenzten Umgebung auf dann verbindet man einem Kind die Augen und es muss mit verbundenem Augen den Topf erspüren, hat es den Topf entdeckt muss es drei mal auf den Topf schlagen. Dann werden ihm die Augen entbunden und es darf die kleine Süssigkeit die unter dem Topf versteckt ist, behalten

Böckligumpen
Da springt man über den Rücken eines  Kindes,welches  in gespreizter Stellung und eingezogenem Kopf  vor einem steht, dann stellt man sich vorne an und der hinterste `Bock` springt über die vorderen  Böcke bis wieder, nach vorne.

Springkreis
In der Mitte des Kreises steht ein Kind mit einem Seil . Am Ende des Seil befestigt man ein schwerer aber nicht zu harter Gegenstand ( Sandbeutel). Der Capo dreht die Schnur immer schneller im Kreis herum knapp über dem Boden, so dass die Kreisleute immer rascher hochspringen müssen. Wer die Schnur hemmt scheidet aus.

Durchschliefen
Ein Stock wird bei vorgestreckten, gekreuzten Armen von den Händen  gefasst über den Kopf gehoben; er gleitet sodann am Rücken bis zu den Füssen herunter, so dass sich der Körper zwischen Stock und Armen durchwinden muss. Die Füsse steigen dann über den Stock zurück.

Stockkämpfen
Die zwei Kämpfer packen einen festen Stock und suchen sich den zu entwinden.

Stockspringen
Mit beiden Beinen zugleich soll man über einen Stock springen, den man mit beiden Händen fest hält, ohne den Stock dabei loszulassen. Wenn es gelingt kann man noch probieren zurückzuspringen.

Seilspringen
Zwei Kinder drehen ein langes Seil ein Kind steht in der Mitte und hüpft über das Seil wenn das Seil den Boden berrührt- dann zählen wir- wer kann am längsten- dabei haben wir früher auch ein Vers aufgesagt
der hiess:

Teddy Bär Teddy Bär spring jetzt dri
Teddy Bär Teddy Bär mach di chli
Teddy Bär, Teddy Bär mach di gross
Teddy Bär, Teddy Bär dreh dich um
Teddy Bär, Teddy Bär mach dich krumm
Teddy Bär Teddy Bär spring jetzt drus,
in a anders Hus!


Das Kind welches hüpft muss immer die entsprechende Geste machen.













Samstag, 9. Juni 2012

Sonntag


Bewahre uns Gott
behüte uns Gott
Sei mit uns auf unsern Wegen.
Sei Kompass und Wind
wo wir auch sind
sei um uns mit deinem Segen.

Text Eugen Eckert

Donnerstag, 7. Juni 2012

Brioche

Unwahrscheinlich herrlich diese Brioche!!





Brioche sind ja  wohl das Beste, was man anstelle von Brötchen am Sonntagmorgen zum Frühstück oder Brunch servieren könnte.
In Frankreich und in der Schweiz, wo die Brioche zu Hause sind, isst man sie auch zum 2. Frühstück, gern in einem Strassenkaffee zur Morgenzeitung. Hier mein Brioche Rezept aus einem Buch von 1978


Ich backe gerne Hefeteige, die Brioche wollen gerne gut gerrührt werden und verlangen einem ein bisschen Muskelkraft ab
Macht nicht`s, die Laus - man hat ja immer wieder ein wenig Pause-, derweil die Hefe arbeitet.

550g Mehl Halbweissmehl, 1 Päckli (7 gr) Trockenhefe
1/4l lauwarme Milch
120 Butter
60 g Zucker
2 Eier
1/2 Tl Salz
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
Butter zum einfetten
1 Eigelb zum bestreichen

Butter langsam auflösen, wenn der Butter leicht abgekühlt ist rührt man die Zucker, Eier, Salz und die Zitronenschale ein.

In das Mehl die Hefe geben. In der Mitte vom Mehl eine Mulde formen, in diese kommt die Butter- Zucker- und Eier Masse, und darüber kommt die Milch.
Dann rührt man mit einer Holzkelle das Mehl  von aussen nach innen  und vermengt das Mehl mit dem Butter und der Milch solange bis ein kompakter, feiner Teig entsteht man klopft den Teig und walkt ihn durch, am Schluss menge ich mit der Hand den Teig, zu einem glatten Hefeteig.

Ich liebe diese Arbeit- es viel schöner als mit der elektrischen Teigmaschine- wo alles am Knethacken kleben bleibt!

Den Teig deckt man dann mit einem feuchten Tuch ab und lässt ihn an einem warmen Ort 1/2 Stunde gehen..
Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einer langen Rolle formen.
Diese in 12 gleich grosse Stücke schneiden. Von jedem Stück ein Viertel abschneiden. Daraus in der hohlen, bemehlten Hand kleine Kugeln formen und aus den übrigen Teigstückchen grosse Kugeln formen.
Die grossen Kugeln in gerippte oder ungerippte , gebutterte, bemehlte Tortelettform setzten.
In der Mitte eine Vertiefung drücken. Mit verquirltem Eigelb bestreichen.
Die kleinen Kugeln draufsetzen. Auch mit Eigelb bestreichen. 10 Min. gehen lassen. In den vorgeheizten Ofen schieben und goldbraun backen.
200°C in der Mitte des Backofens. 20 Minuten.




Montag, 4. Juni 2012

Brot

Brot teilen mit jemandem.

Das Brot
langsam im Munde zergehen lassen
das Brot im Mund
zerschmilzt zu Stärke.
Das Brot mit Dir
am Abend
wird süss im Mund
 und Ruhe kehrt ein.

die Aehre
 trägt das Korn
das Korn
 zu Mehl
mit Wasser und Salz

Die Erde gibt Kraft

Weil ich das Brot mit Dir teile.




Ein wunderbares Erlebnis ist es Brot und Wein mit jemandem zu teilen.


Meine Freundin Sonja
hat uns  ihr Foccacia Rezept geschenkt.
Danke Sonja-

Es ist ein einfaches Rezept und gibt die beste Foccacia:

500g Mehl ( Halbweiss oder weiss)
1 1/2 Essl. Salz
3 dl Milch
2 Essl. Olivenöl
1 Päckli Trockenhefe
grobes Salz
frische Rosmarin

Die Hefe und das Salz streut man im Kreis über das Mehl.
In der Mitte vom Mehl gräbt man eine Mulde dort kommt die Milch (nicht zu kalt) hinein und über die Milch das Olivenöl.
Dann fügt man das Mehl, im Kreis, zur Mitte.
Man rührt die Milch und das Oel solange in das Mehl hinein- bis wir es mit den Händen zu einemTeig verarbeiten können.
Man knete den Teig ca. 10 Min. zu einem feinen, weichen Teig.

Den Teig an einem warmen Ort, mit einem feuchten Tuch zugedeckt, ca. 1 Std. gehen lassen.
Danach knetet man den Teig nochmals  durch und wallt ihn auf einer gemehlten Fläche zu einem Rechteck aus. 1cm hoch. Sonja schneidet mit dem Messer Rhomben in den Teig. Nochmals 1/2 Std. gehen lassen. 

Dann bestreicht man den Fladen mit Olivenöl.
Darüber kommt grobes Salz und frische Rosmarinnadeln

Backen:
40 Min auf der untersten Schiene mit 200°C.
Man sollte die Foccacia aber im Auge behalten- die Backzeit könnte auch ein wenig, weniger lange dauern.

P.S. Die Foccacia schmeckt mir am besten, ganz einfach, ohne was, nur mit Salz und Rosmarin.
Muss gar nicht,  was weiss ich was drinnen sein!
Gebratene Speckwürfeli,- getrocknete, oder eingelegte Tomaten,- oder Oliven in den Teig eingefügt schmecken natürlich auch sehr gut!

Samstag, 2. Juni 2012

Sonntag


So sieht es auf 2010m ü.M.
Obersäss, Vilan, aus

Bald werden hier Kühe weiden und der Sommer ist da!

Allen einen frohen Sonntag.

Himmel , Erde Luft und Meer
zeugen von des Schöpfers Ehr;
meine Seele singe du,
bring auch jetzt dein Lob dazu.
Joachim Neander
1680